Industriekultur trifft Industrienatur

Im Grugapark (Foto: U. Velten)
Im Grugapark (Foto: U. Velten)


Weltkulturerbe Zeche Zollverein

und Gruga Park in Essen

 

am 27.06.2019

 

von Birgitta Negel-Täuber

 

Von Kohlebergbau und Schwerindustrie war das beschauliche Rönsahl schon immer weit entfernt und auch im Ruhrgebiet ist diese umwälzende Phase mittlerweile Vergangenheit. Faszinierend ist sie immer noch und so unternahmen die Rönsahler Landfrauen, begleitet von einigen Gästen aus Kierspe und Meinerzhagen, kürzlich einen Tagesausflug nach Essen, zum Grugapark und zur Zeche Zollverein.
Die Bergleute früherer Zeiten hätten sich gewundert, wüssten sie, dass ihr in Kohlenstaub gehüllter Arbeitsplatz, Ort harter und gefährlicher Arbeit, inzwischen als „schönste Zeche der Welt“ und Weltkulturerbe gefeiert wird. Aber die Zeiten haben sich geändert: An den Landfrauen blieb kaum ein Stäubchen hängen und – gemessen an der schweißtreibenden Arbeit der Kumpel unter Tage - war die Besichtigung auch nicht besonders anstrengend. Die 34 Frauen spazierten an riesigen Maschinen vorbei, an Transportbändern und Förderwagen und wurden dabei kompetent informiert und gut unterhalten von zwei Führern, die hier noch als Steiger gearbeitet haben.
Nach der zweistündigen Führung hatten sich alle eine Pause verdient. Die verbrachten sie in der Gaststätte „Fünf Mädelhaus“, ein historisches Bergmanns-Restaurant, in dem die Gäste sogar in einem Stollen speisen können.
Weil Landfrauen aber die Natur lieben, ging es von da aus weiter zum Grugapark. Der Park ging bereits 1929 aus einer Gartenbauaustellung hervor und ist bis heute nicht nur für die Essener ein beliebter Freizeitbereich. Das ausgedehnte Gelände mit seinen vielfältigen Gartenanlagen, Spiel- und Sportmöglichkeiten erhielt seine heutige Form im wesentlichen durch die Bundesgartenschau von 1965. Die Landfrauen erkundeten ihn auf eigene Faust. Alles bekamen sie an diesem Nachmittag wohl kaum zu sehen, dazu ist er mit seinen 65 Hektar Größe schlicht zu groß. Die Ausflüge der Landfrauen bieten deshalb auch immer Anreize, neue Orte und Landschaften intensiver kennenzulernen.bnt

 

 

Berichte

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